Die Vittorio-Sella-Hütte (ehemals Lauson-Hütte) liegt auf 2.588 Metern Höhe im Nationalpark Gran Paradiso und ist eines der bekanntesten Ausflugsziele im Cogne-Tal. Das ehemalige königliche Jagdschloss wurde zu einer Berghütte umgebaut und ist heute ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungstouren in den Hochgebirgen inmitten unberührter Natur.
Der Aufstieg zur Schutzhütte
Der Wanderweg beginnt in Valnontey, einem Weiler in Cogne, und schlängelt sich durch Lärchenwälder, entlang von Bächen und über Almwiesen. Nach etwa zwei bis drei Stunden Aufstieg (900 Höhenmeter) erreicht man die Hütte, umgeben von imposanten Gipfeln, darunter der Grivola. Unterwegs lassen sich leicht Steinböcke, Murmeltiere und Gämsen beobachten: Die Tierwelt ist hier allgegenwärtig.
Die Überfahrt: von Cogne nach Valsavarenche
Von der Hütte führt eine spektakuläre Höhenroute über den Col Lauson (3.296 m) nach Valsavarenche, einem der höchsten und aussichtsreichsten Pässe der Region. Der Aufstieg ist anspruchsvoll, wird aber mit atemberaubenden Ausblicken auf den Gran Paradiso und die umliegenden Täler belohnt.
Nachdem man den Pass erreicht hat, steigt man hinab in das Nivolet-Becken, eine offenere und mondähnliche Landschaft, bis man Valsavarenche erreicht, in der Nähe von Eaux Rousses oder Pont, je nach gewähltem Weg.
Eine Reise zwischen zwei Welten
Diese Durchquerung ist weit mehr als eine einfache Wanderung: Sie ist ein Übergang zwischen zwei Tälern, zwei Atmosphären, zwei Gesichtern des Parks. Ideal für alle, die Abenteuer, Stille und hochalpine Landschaften suchen, bietet sie ein authentisches und unberührtes Erlebnis.
Praktische Ratschläge:
- Kreuzung geeignet für geübte Wanderer
- Empfohlener Zeitraum: Juli – September
- Hochgebirgsausrüstung, Wetter prüfen
Ein Wanderweg, der Schönheit, Anstrengung und Staunen vereint, im wildesten Herzen von Gran Paradiso.


